KIRSTEN SCHEMEL ARCHITEKTEN BDA
Erweiterung der Kunsthalle Bremen. Ein Spaziergang im Park
Unter Berücksichtigung des Denkmalwertes der Wallanlage Bremens im Stil des englischen Landschaftsgartens, schlagen wir eine Erweiterung vor, die sowohl Kunsthalle als auch Gartenanlage relativ unberührt lässt . Wir meinen jedoch, dass eine versteckte, unterirdische Expansion weder für Park noch Kunsthalle profitierend wäre, sodaß unsere Expansion durch Spuren in der Rasenlandschaft - gläsernen Schnitte - und einer Adresse in der Stadt - gläserner Solitär - in Erscheinung treten soll. Das neue Raumprogramm differenzieren wir in permanente Kollektion und temporäre Ereignisse. Die bestehende Kunsthalle mit ihren 2-3 Geschossen wird das Haus der Sammlung und des Kupferstichkabinetts, der Erweiterungsbau in der Landschaft bietet auf einer einzigen horizontalen Ebene alle neuen Ausstellungsräume, Vortragssaal mit Lobby und Café/ Restaurant. Als ein "Improvement" der englischen Gartenanlage implantieren wir den horizontalen Programmteppich mit den publikumsintensiven Räumen um den Altbau herum in/unter die Topographie der Landschaft und modellieren diese dadurch subtil und neu. Die bauliche Erweiterung taucht im Bereich des Parks minimal in Erscheinung. Der gläserne Schnitt entwickelt sich im Osten der Kunsthalle zum aufsteigenden gläsernen Solitär. Diese urbane Adresse beinhaltet alle eingangsniveau- und tageslichtabhängigen Programmteile. Die konstituierenden Materialien unserer Intervention sind Rasen und Glas. Das "Dach" als neue Landschaft erhält einen microtopographischen Rasenteppich, alle neuen Fassaden eine transparente bis transluzente Glashaut.
Programm Erweiterung der Kunsthalle Bremen
Ort Bremen
Auslober Kunstverein in Bremen
Leistung Europaweit offener, zweiphasiger Wettbewerb
Jahr 2005
Projektteam K. Schemel, N. Sommer, A. Broessel, M. Anegg
Material Glas, Rasen
Nutzfläche 6920 m2 BGF
PROFIL KONTAKT ARBEITEN.KONZEPTE H