KIRSTEN SCHEMEL ARCHITEKTEN BDA
Haus Dreyer–Weik . Windowing
Auf einem kleinen Grundstück "in zweiter Reihe" in Berlin am Waldesrand, soll ein simples Wohnhaus für eine 2-3 köpfige Familie mit ca. 150 qm Nutzfläche gebaut werden. Die Größe des Grundstücks wirkt atmosphärisch um Welten vergrößert – der Welt des Waldes und des Himmels. Unser Wunsch war es, diese Atmosphäre und einen landschaftlichen Maßstab in den Innenräumen des Hauses erfahrbar werden zu lassen. Die Anzahl der architektonischen Teile ist minimal: zwei Platten, eine vertikale Binnenstruktur, eine Außenhaut. Das flache Rasengrundstück interpretierten wir als einen grünen Teppich, auf welchem wir zwei leicht zueinander verschobene Platten (Boden und Decke) in Bezug zu den atmosphärisch dichtesten Waldblicken und Sonnenlichteinfällen positionierten. Die vertikale Binnenstruktur (konstruktiv und programmatisch) besteht aus einem einzigen Stück Sichtbetonkonstruktion. Diese ist in Längsrichtung für Spezifizierungen wie Schränke, Sitzbank etc. hölzern ausgekleidet und verfeinert. Die Außenhaut aus Eiche und Glas formt die spezifischen Beziehungen der einzelnen Räume zwischen innen und außen. Durch die rahmenlosen maßstabslosen Festverglasungen werden die einzelnen Räume selber zu großen begehbaren "Fenstern/Windows" für phänomenale Wald- und Himmels-Blicke. Die Choreographie der Wege zum Haus und im Haus ermöglicht eine komplexe, universelle Wahrnehmung des Gartens und der Wald-Landschaft.
Programm Wohnhaus für eine dreiköpfige Familie
Ort Berlin, Siedlung "Im Eichkamp"
Klient Fam. Dreyer–Weik
Leistung LPH 1 - 3
Jahr 2005
Projektteam K. Schemel, N. Sommer
Material Stahlbeton, Lärche, Schiefer, Glas
Nutzfläche 129 m2 innen, 87 m2 außen
PROFIL KONTAKT ARBEITEN.KONZEPTE H