KIRSTEN SCHEMEL ARCHITEKTEN BDA

Bootshaus am Schweriner See . Auskleidung

Am Franzosenweg mit frontalem Blick auf das märchenhafte Schweriner Schloss liegt eine kleine Reihe historischer Bootshäuser. Diese simplen Gebäude sind hölzerne Pfahlbauten im Wasser und reetgedeckt. Ein solches Kleinod wurde von uns zum saisonal nutzbaren Bootshaus um- und ausgebaut. Außen sollte das Bootshaus so archetypisch als möglich in Erscheinung treten. Alle Öffnungselemente wurden erneuert, das Reetdach partiell ausgebessert, der bestehende Holzbau ebenholzfarben lasiert. Innen - exklusive des eigentlichen Bootsraumes für ein kleines klassisches Sportboot - wurde das zu DDR-Zeiten ausgebaute Häuschen total entkernt und mit überschaubarem Budget und Materialien aus dem Bootsbau: Sperrholz, Aluminium, Edelstahl und Seilen komplett neu ausgebaut. Die beiden Wohnräume, kleiner Raum über dem Wasser und großer Raum unter dem Dach, erhielten weiß geölte Lärchendielen und rundherum ein weiß geöltes Birkensperrholzkleid, das in seinen Nähten neue präzise Raumgeometrien erzeugt und alle minimal notwendigen Einbaumöbel bereithält: Schränke, Küche, Sitzbank. Der Dachraum wurde mit vier mobilen leinenbezogenen Elementen bestückt, die zum Sitzen, Liegen, Spielen flexibel konfiguriert werden können. Von hier aus kann man über das Holzdeck als Extension des Dachraumes einen panoramatischen Ausblick auf den Schweriner See und das Schloss genießen.
Programm Um- und Ausbau eines historischen Bootshauses am Schweriner See
Ort Schwerin
Klient Fam. K.J. Werner
Leistung LPH 1 – 8
Jahr 2007
Projektteam K. Schemel, N. Sommer
Material Lärchenholzdielen, Birkensperrholz, weiß geölt, Edelstahl
Nutzfläche 49 m2 innen (ohne Bootsraum), 22 m2 außen


Fotos Kirsten Schemel Architekten BDA; © Michael Mann
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